Der 1. April 2018 war ein ganz besonderer Tag für mich – und nein, der Eintrag hier ist kein Aprilscherz.

In meinem Post über meine Prüfung zum Schokoladen-Sommelier hatte ich Euch ja schon von meinem Thema berichtet. Doch wie kamen die Daten hiefür zustande? Ich hatte einen Katalog mit Insgesamt 15 Fragen ausgearbeitet für die Profis in japanischen Bean to Bar-Schokoladen-business. Darin ging es um Fakten über deren jeweilige Firma und Schokoladenartikel, über die Einflüsse und Vorbilder der Unternehmer, den Zeitpunkt ihrer ersten Bean to Bar Artikel, deren A-Artikel und über die Zukunftsperspektiven in ihrem Segment.

 

 

Alle bis dahin existierenden 35 Betriebe, die zu der Zeit in Japan Schokoladenprodukte direkt von der Kakaobohne angeboten haben, schrieb ich an – sowie zusätzlich fünf Experten zu diesem Thema: Vier Japaner und eine Französin, die sich alle sehr gut in diesem Metier auskennen.

Letztendlich habe ich insgesamt 20 Rückmeldungen erhalten – was für mich eine fantastische Quote bedeutete. Denn von den Betrieben kannten mich vorher nur fünf persönlich und die anderen hatten vorher noch nie von mir gehört. Zudem waren unter den Rückmeldungen alle größeren und somit wichtigsten Bean to Bar Produzenten Japans.

Was hat das nun alles mit dem 1. April 2018 zu tun? Nun ja, im September 2017 hatte ich meine Prüfung zum Schokoladen-Sommelier bestanden und mich natürlich bei allen Teilnehmern meiner Umfrage gemeldet und mich bedankt. Diese wollten gerne Rückmeldung zu meinen Erkenntnissen haben. Als erstes habe ich also eine extra Auflage meiner Projektarbeit drucken lassen, die ich als Dankeschön überreichen konnte, wenn ich die jeweiligen Personen begegne, sei es in Japan oder auf Schokoladen-Fachmessen.

Und als zweites habe ich mit Hilfe einer japanischen Freundin ein Event in Tokyo organisiert, an dem alle interessierten Helfer der japanischen Schokoladenbranche eingeladen wurden und ich dort meine Projektarbeit präsentiert habe. Dieses Treffen fand an dem besagten Tag statt.

Nicht alle konnten in dem gebuchten Raum einer Volkshochschule/Community College im Süden von Tokyo dabei sein. Viele sendeten Grüße und auch Schokoladen, die wir auch verkosten konnten. Zusätzlich kamen interessierte Schokoholics und neue Bean to Bar-Produzenten bzw. solche, die eine Gründung geplant hatten. Als erstes ging es also darum, meine Projektarbeit in Englisch vorzustellen. Der Vortrag wurde simultan auf Japanisch übersetzt.

 

 

Und wenn ich schon mal vor Ort bin und mit Fachleuten in Japan über Schokolade sprechen kann, warum dann nicht auch gleichzeitig über deutsche Schokolade sprechen? Ich hatte daher vorab deutsche Hersteller angefragt und viele haben mich mit Warenmustern unterützt. Es war großartig, deutsche Bean to Bar Schokoladen von den Teilnehmern verkosten und bewerten zu lassen und anschließend darüber zu diskutieren. Die Bewertungen habe ich dann, zurück in Deutschland, an die jeweiligen Hersteller weitergeleitet. An dieser Stelle vielen Dank für das Vertrauen liebe Inhaber und Vertreter von:

Choco del Sol, Coppeneur, Edelmond, Georgia Ramon, Goldhelm, Kikki’s Pralinenwelt, Kilian & Close und Timo A. Meyer (in alphabetischer Reihenfolge)

Fast alle Marken waren zum ersten Mal in Japan vertreten. Ebenso ein großes Dankeschön an Lubeca, die zwar nicht als Bean to Bar Hersteller, jedoch als wichtiger deutscher Schokoladenhersteller Schokolade beigesteuert hat.

Zu guter Letzt habe ich noch Konsumschokolade mitgebracht. Ostern stand vor der Tür und so habe ich einfach mal einen Griff durch die deutschen Supermarktregale gewagt und auch darüber haben wir gesprochen und probiert. Zu guter Letzt noch mal ein Tipp, wer auf der Suche nach Geschenken für Japaner ist: Ob Oster- oder Weihnachtsartikel, besondere und aussergewöhnliche Formen werden in Japan sehr geschätzt, da sie wesentlich offener sind, auch neue Produkte und Geschmacksrichtungen auszuprobieren, als so gewisse andere Landsleute (z.B. Deutsche 🙂 ).

Aber bitte verschenkt niemals Schokolade in Form von Maikäfern oder Marienkäfern. Diese Schokoladen gibt es ja im Frühjahr in deutschen Supermmärkten und auch in Konditoreien. Japaner finden Insekten einfach widerlich zum Verzehr – auch in Schokoladenform. Glaubt mir – egal wie oft ich anpreise, dass Schokomaikäfer ja doch ganz süß seien, es glaubt mir keiner! 🙂

Zum Schluss möchte ich mich noch bei zwei Personen bedanken, ohne die der Event nicht möglich gewesen wäre. Zum einen bei Komaba Risa, für das Übersetzen meiner Fragen (und teilweise auch der Antworten zurück ins Englische), meiner Präsentationsfolien sowie die Simultanübersetzung und für die Buchung des Klassenraumes. Und zum anderen bei Ono Takashi, der alle Rückfragen der von mir angefragten Hersteller zu mir und der Weiterbildung zum Schokoladen-Sommelier beantwortet hat und somit dazu beigetragen hat, dass eine noch größere Anzahl an Betrieben bereit war, einem ihnen unbekannten Deutschen den Fragenkatalog zu beantworten.

Mehr Fotos findet ihr übrigens unter meinen damaligen Instagram Postings hier.

Dies sollte nicht mein einziger Event in Japan bleiben. Doch dazu schreibe ich gern ein anderes Mal mehr.